#041 – Auf ein Kölsch mit Caro

Eigentlich wollten wir ins Limes, als wir uns in Mülheim treffen, doch das macht natürlich genau heute erst um 20:00 Uhr auf. Die Stunde wollen wir nicht warten und ändern unsere Pläne. Zum Glück ist das Wetter gut und der Rhein nicht weit entfernt. Der Kiosk gegenüber vom Limes ist der beste Anlaufpunkt für ein paar Mühlenkölsch und schon sind wir auf dem Weg zum Wasser.

Wir sitzen also da auf der Mauer, gucken auf die gegenüberliegende Rheinseite und schauen der Sonne beim Untergehen zu. Hin und wieder fährt ein Schiff vorbei. Und eine leichte sommerliche Brise weht über das Ufer.

Wer die tätowierte rothaarige Frau zum ersten Mal sieht, kann sich denken, dass sie irgendwas mit Medien machen wird. Liegt in Köln ja auch irgendwie nah. Noch arbeitet die 28-Jährige tatsächlich für eine bekannte Kölner Agentur, allerdings nicht als Art-Direktorin, wie es die meisten erwarten würden, sondern als Personalmanagerin. Nach fast zwei Jahren dort ist es jetzt Zeit für einen Tapetenwechsel, sagt sie. Dann geht es schon bald jeden Tag von ihrer Mülheimer Wohnung in Richtung Düsseldorf zu einer noch größeren Agentur. Erstes Ziel: „Ich habe mir vorgenommen auch dort jeden der 250 Kollegen kennenzulernen. Für mich ist das wichtig, wenn ich dort arbeite”. Ein Ansatz, der mir gefällt und der ihr schon jetzt den Abschied aus ihrer bisherigen Agentur so schwer macht.

Köln so ganz zu verlassen kommt für sie jedoch erst einmal nicht mehr infrage. Da pendelt sie lieber, so wie früher, als sie noch nach Köln pendelte. Zu gut ist ihre Anbindung am Wiener Platz, von dem sie nur 2 Minuten entfernt in einer schönen Dachgeschoss Wohnung lebt. Auch einige ihre engsten Freunde wohnen in Mülheim und machen das Viertel somit für sie sowieso zur besten Wohngegend in der Domstadt. So kommt es auch, dass wir unsere sieben Sachen und letzten zwei Kölsch packen, als der Wind am Rhein auffrischt und uns in Richtung Mütze Park bewegen, wo heute ein Großteil ihres erweiterteren Freundeskreises heute Geburtstag feiert.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Mit 13 das erste eigene, vorher nur genippt.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Mühlen Kölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Frisch vom Fass in jedem Brauhaus.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Bei Sonne am Rhein oder im Biergarten.

Flasche oder Glas?
Flasche, hält länger.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Den Köbes und der guten Angewohnheit Bier immer weiter nachzuliefern.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Sester Kölsch. Mit 14 haben wir einen regelrechten Kult darum betrieben und
Sesterherzen an Wände gesprüht.

Kölsch: Mühlenkölsch 0,5 L
Wo: Rheinufer Mülheim

 

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