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Juli 2016

Eigentlich wollten wir ins Limes, als wir uns in Mülheim treffen, doch das macht natürlich genau heute erst um 20:00 Uhr auf. Die Stunde wollen wir nicht warten und ändern unsere Pläne. Zum Glück ist das Wetter gut und der Rhein nicht weit entfernt. Der Kiosk gegenüber vom Limes ist der beste Anlaufpunkt für ein paar Mühlenkölsch und schon sind wir auf dem Weg zum Wasser.

Es geht mal wieder hoch hinaus, denn das Uni Center wartet. Ich bin mit Endi verabredet, der mich zusammen mit Simon empfängt. Simon greift im Alltag etwas unter die Arme, denn Endi ist wegen seiner Körperbehinderung schon lange auf den Rollstuhl angewiesen. Mit seinen Händen steuert er den elektronisch betriebenen Rollstuhl problemlos durch seine geräumige Wohnung. Ein Fakt, der Endi selbst eher kaum beschäftigt. Auf meine Frage, warum er eigentlich im Rollstuhl sitzt, antwortet er direkt und ohne Umschweife:

Als ich Herr Pimock auf der Aachener Straße endlich erreiche, sitzt Lina schon in der untergehenden Sonne und raucht eine Kippe. Die 21-jährige Kölnerin ist im Gegensatz zu mir nämlich pünktlich. Mit dem Fahrrad kam die in Zollstock wohnende Wahlkölnerin direkt von der Arbeit und freut sich nach eigener Aussage schon den ganzen Tag auf das Feierabendbier. In einer Kölner Packaging Agentur hat Lina gerade ihre Ausbildung beendet und ist dafür zuständig, dass die Verpackungen von großen Marken und deren Produkten möglichst sexy aussehen.

Im Sommer ist der Brüsselerplatz Publikumsmagnet für unzählige Kölner, die auf der Straße ihr Kioskbier trinken. Ganz zur Freude der Einwohner. Heute sitzen wir ausnahmsweise Mal drinnen, und zwar im "Brüssler" direkt am Brüsslerplatz. Die liebevoll eingerichtete Eckkneipe ist wohl bekannt für ihre Brathähnchen. Nicci hat sich diesen Ort für unser "Auf ein Kölsch" gewünscht und als Fan von guter Inneneinrichtung kann ich ihr diese Entscheidung nur gut heißen.