Schon probiert? Kettenfett x Veloküche

Was haben eine Fahrradwerkstatt in Neuehrenfeld und Lakritzlikör gemeinsam? Eigentlich nichts. Eigentlich.

Seit inzwischen sieben Jahren bastelt, schraubt und repariert Eduard in seiner Veloküche in der Overbeckstraße in Neuehrenfeld seine geliebten Drahtesel. Mit seinem Team aus zwei Monteuren schraubt er nicht nur das individuelle Traumrad seiner Kunden zusammen, sondern repariert in der eigenen Werkstatt auch das geliebte Erbstück aus Opas Keller, wenns mal wieder an der Kette oder anderen Kleinteilen hakt. Wie auch in der eigenen Küche, geht’s in der Veloküche immer ums Ganze und die vielen kleinen Zutaten – pardon – Einzelteile, die das finale Rezept – pardon – Fahrrad ausmachen.

Dass die „Veloküche“ aber nicht dem sprudelnden Hirn eines Kreativen entsprungen ist, verrät nicht nur der von alten Drahteseln, Fahrradrahmen und Pfandflaschen der Weihnachtsfeier besiedelte Garten im Innenhof, sondern die Geschichte der Werkstätte. Als der Grundstein für die heutige Veloküche gelegt wurde, stand die erste Werkbank tatsächlich noch neben der eigens eingebauten Küche: Die Geburtsstunde der Veloküche sozusagen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

„Bei uns geht es nicht nur um das Rad, sondern auch um den Menschen, der es fährt. Erst wenn beide gut zusammen passen, kann der Fahrer den vollen Genuss des Radfahrens erleben.“

Getreu dem eigenen Credo: „Bei uns geht es nicht nur um das Rad, sondern auch um den Menschen, der es fährt. Erst wenn beide gut zusammen passen, kann der Fahrer den vollen Genuss des Radfahrens erleben.“ Und wo wir schon beim Genuss sind, sind auch die drei Jungs von Kettenfett nicht mehr fern. Der 25%ige Lakritzlikör steht wie die Velowerkstatt für Genuss und echte Handarbeit. Knapp fünf Jahre tüftelten die drei gebürtigen Sauerländer an der eigenen Rezeptur für den Schnaps, der heute den klangvollen Namen Kettenfett trägt und eigentlich in keiner echten Werkstatt fehlen darf. Die Antwort auf die Frage, warum eigentlich Kettenfett, kommt bei den Dreien wie aus der Pistole geschossen: „Weils schwarz und dickflüssig ist … wie Kettenfett eben. Schmeckt nur besser.“

Nach unzähligen in Schnaps aufgelösten Lakritzbonbons haben Benjamin, Matthes und Jens Peter inzwischen mit Salmiaksalz und Lakritz die Hauptzutaten für ihr Produkt gefunden und präsentieren ihren Lakritzschnaps in der alten, braun gefärbten Medizinflasche. Von ihrem überschaubar gemütlichen Büro im Kölner Stadtteil Bickendorf, leiten sie seit letztem Jahr das Alltagsgeschäft und sorgen dafür, dass bei den Kölnern, die das Kölsch allein nicht mehr sehen können, auch weiterhin der eigene Motor läuft. Wer sich jetzt selbst vom Geschmack überzeugen will, der findet hier bei den Jungs alle aktuellen Betankungsstellen, die mit Kettenfett ausgestattet sind. Wir empfehlen allen, die genug vom Fahrtwind des Fahrrads haben, die Wohngemeinschaft, das Hemmer oder das BlueShell zum Einkehren. Aber immer dran denken: Zurück lieber laufen 😉

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