back to top

Auf ein Kölsch Tag

https://www.youtube.com/watch?v=2myo6cbjQto Am vergangenen Samstag feierte "Auf ein Kölsch" seinen ersten kleinen Meilenstein. 50 Kölner. 50 Geschichten. 50 Kneipen und andere Orte der Domstadt. Und mehr als 50 Kölsch waren der Anlass zur ersten kleinen "Auf ein Kölsch" Sneak-Ausstellung im Rahmen der Kölner Museumsnacht. Pünktlich um 19:00 Uhr öffnete nicht nur das Quartier am Hafen sein Rolltor für interessierte Museumsnachtbesucher, sondern auch das STUDIO BENHAMMER seine Tür.

Eigentlich wollten wir ins Limes, als wir uns in Mülheim treffen, doch das macht natürlich genau heute erst um 20:00 Uhr auf. Die Stunde wollen wir nicht warten und ändern unsere Pläne. Zum Glück ist das Wetter gut und der Rhein nicht weit entfernt. Der Kiosk gegenüber vom Limes ist der beste Anlaufpunkt für ein paar Mühlenkölsch und schon sind wir auf dem Weg zum Wasser.

Im Sommer ist der Brüsselerplatz Publikumsmagnet für unzählige Kölner, die auf der Straße ihr Kioskbier trinken. Ganz zur Freude der Einwohner. Heute sitzen wir ausnahmsweise Mal drinnen, und zwar im "Brüssler" direkt am Brüsslerplatz. Die liebevoll eingerichtete Eckkneipe ist wohl bekannt für ihre Brathähnchen. Nicci hat sich diesen Ort für unser "Auf ein Kölsch" gewünscht und als Fan von guter Inneneinrichtung kann ich ihr diese Entscheidung nur gut heißen.

Auf zum ersten “auf ein Kölsch” mit einer Kunstfigur. Im artheater treffe ich Hildegart Scholten. Die Dame, die als Moderatorin jeden Montag durch Kunst gegen Bares führt, fördert und zusammen mit Kollege Gerd Buurmann das Projekt vor vielen Jahren ins Leben gerufen hat. Es ist gerade Pause im Bühnenprogramm und wir sitzen auf den schönen Selfmade-Paletten-Sesseln des Artheaters, während Gäste und Künstler den Raum füllen und ihren Durst für die zweite Hälfte der Show stillen.

Ein kleiner Fakekreisverkehr gibt die Sicht auf den Eingang des „goldenen Schusses“ frei. Unweit vom Friesenplatz liegt die alternative Fußballkneipe direkt an der Kreuzung der Antwerpener- und der Brüsseler Str. Hier bin ich mit Nils verabredet. Der goldene Schuss ist nämlich die Stammkneipe, wo der Burscheider sich immer mit seinen Kumpels zum Fußballgucken trifft. Als aktiver Kicker ist das kein großes Wunder. Auch heute ist er nach unserem Kölsch wieder mit seinen Jungs verabredet. Nach dem Spiel geht’s für ihn dann Heim, wo er für Innenstadtverhältnisse fast ländlich wohnt.

Natürlich lautet auch meine erste Frage an diesem Abend, ob er ein Benjamin oder ein echter Ben ist. Leider ist seine Antwort ernüchternd, aber nachtragend bin ich ja nicht. Dafür freue ich mich zu sehr den Bartträger unter seiner Basecap endlich näher kennenzulernen. Ins Little Lui hat er mich eingeladen, die kleine Eckkneipe, die es jetzt scheinbar erst knappe 2 Jahre gibt und die er liebevoll, als sein Wohnzimmer bezeichnet. Direkt auf der Ecke von Moselstraße und Luxemburger Str. nur unweit vom Luxor entfernt ist der Little Lui gut über den Barbarossaplatz oder die Dasselstraße zu erreichen. Jeden Donnerstag findet hier die Caribbean Corner

Am Ebertplatz, mittendrin, bin ich mit Lucas verabredet. Der wohnt zwar gar nicht in Köln, ist aber öfters hier unterwegs. Auch die Wohnung, wo wir uns so schön Zentral mit Blick auf den Dom treffen, gehört nicht ihm, sondern seinem heutigen Model. Runa lebt ihr und beherbergt uns für unser Kölsch-Date in ihrer kleinen Küche. Lucas verdient sich mit der Fotografie nämlich neben seinem Studium etwas dazu. Macht Hochzeitsreportagen, Auftragsarbeiten und eben freie Strecken – so wie heute mit Runa. Dass Lucas also erst knappe 20 Jahre alt ist, wollte ich ihm natürlich nicht glauben. Dafür wirkt der nicht besonders groß gewachsene Mensch einfach zu reif und

Fast pünktlich treffen Moritz und ich uns am Deutzer Bahnhof nur unweit seiner Arbeitsstätte. Er arbeitet bei einem von Kölns großen Fernsehhäusern und macht als freier Mitarbeiter da so einige Sachen für Formate, die ihr wahrscheinlich kennt. Unter anderem sorgt er dafür, dass die Studios und die Studioeinblendungen so aussehen, wie sie das Abends in der Glotze eben tun. Erzählen kann er davon genug. Sein zweites Standbein hat Moritz vor Jahren in der Fotografie gefunden

Gerne sieht sich Andreas nicht in Front einer Kamera. Er schaut lieber durch, denn mit Kameras bzw. den daraus entstehenden Bildern verdient Andreas seinen Lebensunterhalt. Deswegen ist auch dem glücklichen Umstand geschuldet, dass wir uns gerade in der Tankstelle auf der Kyffhäuserstraße zum Kölsch treffen. Die wenigste Zeit des Jahres verbringt Andreas nämlich wirklich in Köln, meist nur ein paar Tage am Stück, dann ist der hauptberufliche Fotograf wieder unterwegs. Er macht das, was sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen können.