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Mühlenkölsch Tag

Eigentlich wollten wir ins Limes, als wir uns in Mülheim treffen, doch das macht natürlich genau heute erst um 20:00 Uhr auf. Die Stunde wollen wir nicht warten und ändern unsere Pläne. Zum Glück ist das Wetter gut und der Rhein nicht weit entfernt. Der Kiosk gegenüber vom Limes ist der beste Anlaufpunkt für ein paar Mühlenkölsch und schon sind wir auf dem Weg zum Wasser.

Es geht mal wieder hoch hinaus, denn das Uni Center wartet. Ich bin mit Endi verabredet, der mich zusammen mit Simon empfängt. Simon greift im Alltag etwas unter die Arme, denn Endi ist wegen seiner Körperbehinderung schon lange auf den Rollstuhl angewiesen. Mit seinen Händen steuert er den elektronisch betriebenen Rollstuhl problemlos durch seine geräumige Wohnung. Ein Fakt, der Endi selbst eher kaum beschäftigt. Auf meine Frage, warum er eigentlich im Rollstuhl sitzt, antwortet er direkt und ohne Umschweife:

Auf der Richard Wagner Straße treffe ich Joanna. Hier wohnt die 25-jährige seit einigen Monaten. Inzwischen auch endlich nicht mehr nur zur Zwischenmiete. Praktisch, denn mit der Wohngemeinschaft liegt direkt eine von Kölns bekanntesten und wahrscheinlich größten Kneipen vor der eigenen Haustür. Genau dort wollen wir auch eigentlich hin, als wir dann dank der letzten Sonnenstrahlen ein Wegbier und den Aachenerweiher doch vorziehen. Eine Entscheidung, die uns später noch einmal einholen soll.

Zwischen leeren Graffitidosen und moderner Streetart treffe ich mich mit Hanna im Kunstbruder. Gelegen in einer Seitenstraße am Rudolfplatz ist der Kunstbruder eine Mischung aus Galerie, Bar und Restaurant. Zwei Dinge, machen die Location auf Anhieb sympathisch: 1) die gute Einrichtung in schöner Atmosphäre. 2) Die gute Musik. Wer noch nicht im Kunstbruder war, mag an dieser Stelle wahrscheinlich auch diese Bar nicht erwarten und sie schon das eine oder andere Mal übersehen haben.

Mein Weg verschlägt mich dieses Mal wieder nach Ehrenfeld. Unweit der Braustelle liegt relativ mittig zwischen der Haltestelle Leyendeckerstr. und Neusser Str. / Gürtel die Eckkneipe "Em Drügge Pitter". Hier bin ich mit Sascha verabredet. Einem echten kölschen Jung. Wir treffen uns pünktlich und ich stehe zum ersten Mal vor einer Kneipe und warte, dass die Rollladen hochgehen. Es ist warm und nass vor der Tür im typischen Kölner Nieselregen. Eigentlich sollten um 20:00 Uhr die Türen öffnen, heute machen sie das aber